Herzlichen Glückwunsch! Sie sind endlich mit Ihrem kleinen Schatz zu Hause. Während der ersten schlaflosen, aber zauberhaften Wochen werden Sie unzählige Stunden damit verbringen, Ihr eigenes kleines Wunder zu betrachten. Ihr Baby wird durch Ihre Gegenwart getröstet. Durch Ihren aufmerksamen Blick, Ihre warmen Arme und sanften Berührungen baut Ihr Kind Stück für Stück ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit auf. Es entsteht eine Bindung zwischen Ihnen beiden. Sie lernen sich gegenseitig kennen und genießen es, gemeinsam die ersten Spielerfahrungen zu sammeln.
Obwohl es vielleicht nicht so aussieht, als ob Ihr Baby während dieser ersten Wochen viel tut, ist es trotzdem sehr damit beschäftigt, alles um sich herum aufzunehmen. Das gemeinsame Spielen mit Ihrem Kind von Anfang an ist ein gesunder – und wichtiger – Teil Ihrer täglichen Routine. Tatsächlich bildet das Spielen die Grundlage für das gesamte zukünftige Lernen.
Indem Sie Ihr Baby liebevoll im Arm halten, auf seine Bedürfnisse eingehen und auf seine Hilferufe reagieren, verstärken Sie die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby. In diesem Alter ist es keineswegs zu früh, diese Nähe zu fördern, indem Sie ihm Geschichten vorlesen oder sich selbst welche ausdenken. Ihr Kind wird Ihre Worte zwar noch nicht verstehen, aber auf die Tonlage Ihrer Stimme reagieren.
P.S.: Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, das Ihr Kind in seinen ersten 3 Lebensmonaten entwickelt, bereitet es darauf vor, seine eigene Welt zu entdecken und andere Fertigkeiten zu entwickeln.
Während der ersten Wochen werden Sie erstaunt sein, wie Ihr Kind bereits kommunizieren kann. Ein Rufen, ein Wimmern oder auch ein fröhliches Gurren – Ihr Kind kann Ihnen bereits zu verstehen geben, wenn es hungrig, müde oder zufrieden ist. Schon mit 3 Monaten kann es eventuell damit beginnen, Ihnen auf seine eigene Weise zu „antworten“, mit Ihnen eine Art Brabbelgespräch zu führen, d.h. aufzuhören, wenn Sie reden und weiterzubrabbeln, wenn Sie mit dem Reden aufhören. Zwischen 4 und 6 Monaten sind Lachen und das Wiederholen bestimmter Geräusche bereits ganz normal.
P.S.: Reden Sie häufig mit Ihrem Baby, und zwar von Geburt an. Es wird Ihre Stimme von Anfang an mögen, auch wenn es die Worte und den Sinn des Gesprochenen noch nicht verstehen kann.
Bei Babys bedeutet die Feinmotorik auch das Ergreifen und Fallenlassen von Dingen (Kinder besitzen diese Fertigkeit bereits von Geburt an; man nennt sie den Palmer-Reflex). Im Alter von 8 Wochen beginnt Ihr Kind damit, seine kleine Faust absichtlich zu öffnen und zu schließen. Bald darauf kann es bereits auf ein Spielzeug patschen. Die Geschicklichkeit der Finger entwickelt sich während der nächsten Monate weiter. Wenn Ihr Kind heranwächst, legen Sie ihm Spielzeuge in die Hände und ermutigen Sie es später dazu, leicht zu greifende Spielzeuge (wie z.B. Rasseln und Beißringe) festzuhalten.
P.S.: Die Kuscheldecke Ihres Babys kann heute ein Spielzeug sein, das Fingerspiel und Tastsinn anregt, morgen aber schon ein unverzichtbarer, tröstender Begleiter. Falls möglich, besorgen Sie sich heute schon eine zweite Version der Decke und wechseln Sie sie manchmal aus – nur für den Fall, dass das Original einmal verloren oder kaputt geht.
Grobmotorik bedeutet die Verwendung der stärkeren, großen Muskelgruppen. Die Grobmotorik entwickelt sich von Kopf bis Fuß und von innen nach außen. Das bedeutet, dass zunächst die Kopf- und Nackenmuskeln Ihres Babys gestärkt werden, dann die Arme und der Bauchbereich und später die Beine. Im Alter von etwa 3 Monaten wird Ihr Kind genügend Kraft in seinem Oberkörper haben und seine Ellbogen anstemmen können, so dass Sie es in eine Sitzposition hochheben können, ohne dass sein Köpfchen nach hinten fällt. Mit 4 oder 5 Monaten lernt es, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen und dabei seinen Kopf zu kontrollieren. Im Alter von ca. 6 Monaten wird es kräftiger und bald in der Lage sein, sich von allen Vieren aufzurichten, um sich ganz alleine in eine Sitzposition hochzudrücken.
P.S.: Sobald Ihr Baby sitzen kann, wird seine ganze Welt größer. Dies wiederum löst ein größeres Interesse an den Dingen und Menschen in seiner Umgebung aus und inspiriert es sogar zu weiteren Bewegungen.
Wenn Ihr Baby lächelt und Sie zurücklächeln, erfährt es etwas über Ursache & Wirkung (oder auch Aktion & Reaktion). Mit ungefähr 3 Monaten kann es bereits realisieren, dass sein fröhliches Gurren eine Reaktion bei Ihnen als Elternteil auslöst. Babyfreundliches Spielzeug, das aufleuchtet oder ein Geräusch erzeugt, wenn Ihr kleiner Schatz es berührt, bietet ihm jede Menge Möglichkeiten, das Prinzip von Ursache und Wirkung kennenzulernen.
P.S.:Im Alter von ca. 4 Monaten konnte Ihr Kind bereits ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit aufbauen und wird nun neugierig auf seine Umwelt. Sie werden vielleicht feststellen, dass es Ihr Kind bis zum Alter von 4 Monaten genoss, Ihr Gesicht von seinem Kinderwagen aus anzusehen, danach aber auch dann sicherer zu sein scheint, wenn es Sie nicht direkt ansehen kann.
In dieser Entwicklungsstufe ist die „Spiegelung” sehr wichtig und kann sogar die erste Form von Kommunikation und Spielen sein. Ihr Baby beginnt, das Gesicht, das Sie machen, widerzuspiegeln – das heißt, es versucht zu lächeln, wenn Sie lächeln.
P.S.:Den Gesichtsausdruck des anderen widerzuspiegeln, ist auch eine tolle Möglichkeit, die Bindung und Beziehung zu Ihrem Kind zu verstärken – egal, wo Sie sich gerade befinden. Viel Spaß dabei!
“Ihr Kind lernt spielerisch, und zwar von dem Moment an, in dem es zum ersten Mal versucht, die Rassel zu berühren, die vor ihm hin- und herbaumelt. Spielen ist das Hilfsmittel, durch das Ihr Kind mit seiner Umwelt in Verbindung tritt – ob durch kreatives Spiel (mit Mal- oder Kunstmaterialien), erforschendes Spiel (wenn es den Schrank untersucht), körperliches Spiel (wenn es rollt, krabbelt, läuft oder klettert) oder fantasievolles Spiel (wenn es so tut, als wäre es jemand anderes). Ihr Kind sollte Zugang zu Spielzeugen haben, die all diese Sinne fördern. Diese sollten unterschiedliche Strukturen, Farben und Formen aufweisen und vielleicht sogar interessante Geräusche erzeugen, wenn Ihr Kind sie in den Händen hält oder sie schüttelt.“
—Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde, Tanya Remer Altmann, M.D., F.A.A.P., Die Wunderjahre: Wie Sie Ihrem Baby und Kleinkind dabei helfen, die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung erfolgreich zu meistern (The Wonder Years: Helping Your Baby and Young Child Successfully Negotiate the Major Developmental Milestones)
“Spielen bedeutet nicht nur Spaß. Es stimuliert die Sinne des Kindes – besonders den Sehsinn, Tastsinn und den Hörsinn. Es verbessert die Beobachtungsgabe und hilft einem Kind dabei, Koordinations- und andere Fähigkeiten zu entwickeln und zu trainieren.“
—Dr. Carol Cooper, Das Frage- und Antwortbuch zu Baby und Kind (The Baby and Child Question and Answer Book)
“Die Neurowissenschaft sagt uns, dass Spielen entscheidend dazu beiträgt, dass das Gehirn arbeitet und lernt. Es ist nicht nur das Spielen an sich, das zum Lernen führt. Es ist die Wiederholung, die durch das Spielen gefördert wird. Das Wiederholen von Handlungen führt zu Nervenaktivitäten, die das Gehirn verändern. Die entscheidende Verbindung zwischen Spielen und Lernen – der Grund, warum wir etwas wiederholen und deshalb daraus lernen – ist der Spaß daran.”
—Jill Stamm, Ph.D., Intelligent von Anfang an: Der einfache, wissenschaftlich unterstützte Weg, den Verstand Ihres Kindes von Geburt bis zum Alter von 3 Jahren zu fördern ( Bright From the Start: The Simple, Science-Backed Way to Nurture Your Child’s Developing Mind from Birth to Age 3)
“Ich habe eine 7 Wochen alte Tochter, die noch nicht besonders viele Spielsachen besitzt. Den Spiegel an ihrem Autositz aber liebt sie, weil sie zunehmend besser sehen kann und gerne in den Spiegel starrt. Ihr Papa und ich singen ihr oft etwas vor. Sie liegt auch gerne in ihrer Schaukelwippe und genießt es, in unseren Armen sanft hin- und herbewegt zu werden.“
—Caprice
“Das Spielen mit meinen 4 Monate alten Zwillingen bietet immer eine Überraschung. Es scheint, als ob sie mit jedem verstrichenen Tag interaktiver werden. Ihr neuestes Vergnügen: Mit Papa zu lachen, wenn er „BUH!“ ruft.
—Katarina
“Mein 5 ½ Monate altes Söhnchen liebt Spielsachen, die leicht zu greifen sind. Das heißt Spielzeuge, die nicht allzu groß sind und Teile haben, an denen sie festgehalten werden können. Er findet Greifen und Grabschen eben einfach toll. Er hält ein Spielzeug aber nicht besonders lange fest, also wenn es nicht am Hochstuhl oder Buggy befestigt ist, landet es bald auf dem Fußboden. Ist es aber gut befestigt, so greift er immer wieder danach. Außerdem hält er auch gerne seine Stofftiere fest und versucht, sie anzuknabbern.”
—Jennifer