SPIEL & SPASS: AB 3 JAHRE

Nun kann Ihr Kind seine Aufmerksamkeit bereits für einen längeren Zeitraum auf eine bestimmte Sache richten, sein Spiel organisierter gestalten und sich mehr auf eine bevorstehende Aktivität konzentrieren. In diesem Alter dreht sich vieles um Rollenspiele. Ob es in die Rolle des Müllmanns schlüpft, der heute Morgen kam oder um die Person, die ihm am Nachmittag die Haare schneiden wird.

Paralleles Spiel verblasst und macht Platz für soziale Interaktions-Spiele. Nun wird es Ihr Kind genießen, gemeinsam mit seinen Freunden in die bunte Welt der Nachahmungsspiele einzutauchen.

Wenn sich die Koordination Ihres dreijährigen Hosenmatzes verbessert, wird es viel Spaß beim Fangen und Kicken haben. Sobald es seine Fingerfertigkeit mit mehr Geduld vereinen kann, wird es in null Komma nichts einfache Puzzles zusammensetzen oder Figuren kneten können.

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SPIELERISCH LERNEN

  Soziale und emotionale Entwicklung:

Jetzt müssen Sie vielleicht etwas zurückstehen und wundern sich darüber, dass Ihr Kind seine ersten Freunde und Freundinnen hat und der Terminkalender plötzlich mit jeder Menge Spielverabredungen vollgepackt ist. Selbstvertrauen und Unabhängigkeit Ihres Kindes blühen auf, doch seine Kooperationsmöglichkeiten stehen dem noch etwas hinterher. Sie werden herausfinden, dass Ihr Kind etwas auf seine eigene Art tun möchte und sicher ist, dass es recht hat.

P.S.: Bereiten Sie sich bei Spielverabredungen auf viele Hochs und Tiefs vor. Konflikte und Streitsituationen – z.B. über ein Lieblingsspielzeug oder darüber, wer das nächste Spiel aussuchen darf – sind normal und bei Kindern in diesem Alter zu erwarten. Aber hierdurch wird der Umgang mit ihnen nicht wirklich leichter. Behalten Sie die Kleinen während ihrer Spielverabredungen stets im Auge, so dass Sie wissen, ob sie ihre Streitigkeiten selbst beilegen können oder Sie mit einem geschickten Ablenkungsmanöver oder einer Schlichtungstaktik eingreifen müssen, um beide Kinder zu beruhigen und die Situation zu entschärfen.

Sprache:

Ihr Kind verfügt nun über genügend Vokabular, um das zu erfragen, was es gerne haben oder wissen möchte. Es kann nach dem “Warum?”, “Wie?” und “Wann?” fragen und wird dies auch sicher des öfteren tun. Lustige Reime sind z.B. eine Möglichkeit, um es mit neuen Wörtern experimentieren zu lassen. Wenn Sie längere Wörter benutzen, versuchen Sie, diese im Zusammenhang zu verwenden, um Sie Ihrem Kind vorzustellen und ihre Bedeutung zu erklären. Hierdurch kann es seinen Wortschatz jeden Tag erweitern.
P.S.: Auch wenn sich die Sprachkenntnisse verbessert haben, kann es vorkommen, dass ein Kind in Stresssituationen nicht die richtigen Wörter verwenden kann. Tränen und Wutanfälle können nach wie vor vorkommen und es wird noch ein Weilchen dauern, bis es seinen Wörtern vertraut. Stellen Sie sich außerdem auf die “Warum?”-Fragen ein. Manchmal (besonders dann, wenn Sie die Antwort nicht kennen), bieten solche Fragen eine gute Möglichkeit, die Antwort gemeinsam in einem Buch nachzuschlagen und Ihren eigenen Wissensdurst mit Ihrem Kind zu teilen. Vielleicht möchte Ihr Kind aber auch nur die Interaktion mit Ihnen verlängern und genießt diese gemeinsame Zeit. Wie auch immer – versuchen Sie, Wege zu finden, um die Neugier Ihres Kindes zu wecken und zu stillen.

purplebullet Feinmotorik:

Die Feinmotorik hat sich nun verbessert und ist an dem Punkt angekommen, an dem Ihr Kind sicher (und schnell) die Puzzleteile an die richtige Stelle legen und die Knete geschickt formen kann. Auch die Bauklötzchentürme werden höher und immer komplizierter.
P.S.: Zu diesem Zeitpunkt können Sie vielleicht schon erkennen, ob Ihr Kind eher die rechte oder die linke Hand bevorzugt. Lassen Sie es einfach geschehen. Sowohl Kinderärzte als auch Linkshänder werden Ihnen sagen, dass man die Natur nicht ändern kann.

purplebullet Grobmotorik:

Dies ist die Zeit für ein Dreirad. Ihr Kind hat es geschafft, zuerst mit dem einen und dann mit dem anderen Fuß zu treten und sich auf diese Art vorwärtszubewegen – und ist nicht zu bremsen. Klettern, Rennen und Tanzen machen nun großen Spaß. Besuchen Sie Indoor-Hallen und Spielplätze mit Klettergerüsten, wo es sich mit den Händen festhalten und umherschwingen kann (um zu vermeiden, dass es zuhause an den Handtuchhaltern schwingt oder vom Tisch springt). Kinder diesen Alters beginnen nun auch, komplexere Bewegungen auszuführen, wie z.B. Galoppieren, Hüpfen und Seilspringen. Zunächst scheint die Koordination noch etwas holprig, doch mit ein bisschen Übung wird es immer besser.
P.S.: Obwohl Ihr Kind nun seinen Körper besser bewegen kann und auch emotional unabhängiger ist, benötigt es noch immer Ihre Hilfe, um seine Grenzen zu verstehen. Behalten Sie es während des Spielens stets im Auge und sagen Sie ihm, wenn es etwas tut, das nicht sicher ist. Falls es etwas Neues ausprobieren will, führen Sie es spielerisch (z.B. durch ein Rollenspiel) ein. So können Sie sich beispielsweise eine Geschichte über einen Bergsteiger ausdenken und dies gemeinsam auf dem Spielplatz nachspielen.

purplebullet Fantasie:

In seiner Spielwelt ist Ihr Kind nun des Öfteren jemand anderes. Einen Besuch in seinem neuen Kindergarten oder beim Kinderarzt durchzuspielen, kann ihm dabei helfen, neue oder beängstigende Situationen zu verarbeiten. Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie es bald mit einem oder zwei imaginären Freunden zu tun bekommen.
P.S. Viele Dreijährige haben imaginäre Freunde. Falls auch Ihr Kind einen hat, müssen Sie wissen, dass diese Phase normalerweise ein paar Monate anhält. Ein imaginärer Freund stellt für ein Kind ein Hilfsmittel dar, um seine Gefühle zu erkunden. So macht es seinen Freund vielleicht zum Sündenbock, wenn es selbst etwas Falsches getan hat, um so die Regeln und Grenzen auszutesten. Falls dies passiert, schlagen Sie den Mittelweg ein und sagen beispielsweise: “Wir müssen dieses Problem lösen, aber wenn du möchtest, dass dein Freund uns dabei hilft, ist das okay.”

purplebullet Kreativität:

Nun, da Ihr Kind selbstbewusst zu einem Wachsmalstift greift, werden seine Bilder immer komplexer. Vielleicht versucht es, Formen wie z.B. Kreise, Dreiecke oder Rechtecke zu zeichnen. Auch die Strichmännchen bekommen nun einen Körper und ein Gesicht. (Interessanterweise zeigen die Selbstportraits von Kindern diesen Alters jede Menge Details im Oberteil des Körpers und weniger Einzelheiten im Unterteil – dies spiegelt wider, wie sich seine eigenen Muskeln entwickeln). Im Alter von ca. 4 Jahren malt Ihr Kind vielleicht bereits Menschen mit Haaren auf dem Kopf und Schuhen an den Füßen. Wenn Ihr Kind Ihnen dann stolz sein Meisterwerk zeigt, bitten Sie es darum, Ihnen etwas darüber zu sagen. Zeigen Sie auf bestimmte Merkmale, und Sie bekommen eine Idee davon, was gerade so in dem kleinen Köpfchen vorgeht.
P.S.: Denken Sie daran: Bei Bildern gibt es kein “falsch“. Es ist absolut in Ordnung, dass der Hund lila ist. Vergessen Sie auch nicht, Ihr Kind zur Musik zu motivieren, es Dinge bauen oder andere kreative Aufgaben erfüllen zu lassen. Falls Ihr Kind jetzt noch nicht malen möchte, ist dies auch okay. Wahrscheinlich ist es mehr daran interessiert, zunächst all die wichtigen Muskeln zu bewegen und zu trainieren, die es braucht, um eines Tages einen Wachsmalstift oder einen Filzstift zu halten. Bieten Sie ihm Wachsmalstifte und Filzstifte an, doch überlassen Sie es Ihrem Kind, einen Stift auszuwählen, wenn es malen möchte.

purplebullet Kognitive Fähigkeiten:

Ein Kindergartenkind legt nun den Grundstein für zukünftiges Lernen – vom Zählen über das Lernen von Symbolen und Buchstaben bis hin zum Herausfinden, wie es ganz allein ein Problem lösen kann.
P.S.: Seien Sie behutsam, wenn Sie es jetzt korrigieren. Ihr Kind wird noch früh genug im Klassenzimmer sitzen. Bereit für den Kindergarten zu sein, heißt eher, über ein gutes Sozialverhalten zu verfügen und nicht, schon zählen oder gar lesen zu können.

purplebullet Problemlösung:

Die Schubkarre ist im Matsch steckengeblieben – was im Alter von 2 Jahren noch frustrierend war, kann mit 3 oder 4 zu einem herausfordernden Spiel werden. Lassen Sie Ihr Kind die Schubkarre schieben, ziehen und rütteln. Wenn es die Schubkarre schließlich befreit hat, wird es damit prahlen, wie toll es denken kann!
P.S.: In dieser Phase kann ein Kind vielleicht schon über mehr als zwei Dinge gleichzeitig nachdenken. Dies ist der Schlüssel zu Problemlösungen durch die “Versuchs- und Irrtums- Methode“. Wenn Ihr Kind also verschiedene Lösungen zu seinem Problem ausprobiert, widerstehen Sie der Versuchung, ihm zu helfen. Es kann nun ein bisschen Frustration verkraften. Lassen Sie es dies selbst versuchen und schauen Sie einfach, was passiert.



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BELIEBTE SPIELSACHEN
  • Spielzeuge, die die Entwicklung der Grobmotorik fördern: Dreiräder, Klettergerüste und Spielplatzgeräte, Bälle und Schläger, Spiele mit körperlicher Betätigung, sicheres Wasserspielzeug.
  • Spielzeuge, die die Kreativität anregen: Filzstifte, Farben, Kleber und Kinderschere, PLAY-DOH Spielknete, Masken, Kostüme, Zauberstäbe, altersgerechte Actionfiguren (Helden).
  • Spielzeuge, die die Entwicklung der Feinmotorik fördern: Puzzles, Wachsmalstifte, kleine Blöcke, interaktive Spiele, große Perlen und Schnüre (d.h. altersgerechtes Fädelspielzeug), Puppen und Figuren, die man anziehen kann, Spielzeug, das immer wieder neu gestaltet oder verwandelt werden kann, kleine Spielzeugautos und Laster mit Teilen, die sich öffnen und schließen lassen.
  • Spielzeuge, die kognitive Fähigkeiten fördern: Steckwürfel, interaktive Spiele.
  • Spielzeuge, die die emotionale Entwicklung fördern: Puppen, Kuscheltiere.
  • Spielzeuge, die zum Teilen ermutigen und soziale Fähigkeiten fördern: Bälle und Schläger, Musikinstrumente, Brettspiele und Spiele, bei denen man zusammenarbeiten muss.
  • Spielzeuge, die die Entwicklung der Sprache fördern: Bilderbücher, Puppen und Stofftiere, interaktive Spiele, Rollenspielzeug.
  • Spielzeuge, die die Fantasie anregen: Spielsets (wie z.B. Kinderküchen oder Kaufmannsläden), altersgerechte Actionfiguren, Rollenspielzeuge (mit denen das wirkliche Leben nachgeahmt werden kann).
  • Spielzeuge, die zur Problemlösung anregen: Puzzles, Kartenspiele, Brettspiele.
  • Spielzeuge, mit denen Kinder ihre alberne Seite ausleben können: Geschichten und Gedichte mit Reimen, sprechende Spielzeuge, Spielzeug mit Musik.
  • Eine Liste aller altersgerechten Playskool-Spielzeuge finden Sie hier.

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WAS EXPERTEN DAZU SAGEN

“Wenn Erwachsene den Raum, das Zubehör, die Zeit und die Begleitung zum Spielen zur Verfügung stellen, kümmern sich die Kinder selbst darum, ihr Denken zu entwickeln. Ihr Kind ist ein Wissenschaftler und ein Erfinder; durch zu viel Lehrmeisterei wird es dieser Rolle beraubt. Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, sicherzustellen, dass es das Labor, die Forschungsgeräte und einen Assistenten hat, wenn es einen benötigt.“
—Penelope Leach, Ihr Baby und Kind: Von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren (Your Baby and Child: From Birth to Age Five)


“Der Spielplatz ist oft der erste Vorstoß eines Kindes in die große, weite Welt. Hier können Kinder etwas von anderen Kindern lernen und etwas über sie und über die Individualität eines jeden einzelnen erfahren. Die Chance, mit Gleichaltrigen zu spielen und die Reaktionen und Lernarten der anderen nachzuahmen, bietet die Möglichkeit, etwas über sich selbst zu erfahren.“
—T. Berry Brazelton, M.D., und Joshua D. Sparrow, M.D., Touchpoints Drei bis Sechs (Touchpoints Three to Six)


“Die meiste Zeit interessieren sich Kinder nun mehr für den anderen als für eine bestimmte Aktivität. Kinder einer Gruppe, die gemeinsam am Knettisch sitzt, beobachten die anderen mit Interesse. Ein Kind macht die anderen vielleicht aufmerksam auf das, was es gerade geknetet hat, anstatt sein Werk wie zuvor einem Erwachsenen zuzeigen.“
—Louise Bates Ames, Ph.D., und Frances L. Ilg, M.D., Ihr dreijähriges Kind (Your Three-Year-Old)

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WAS MÜTTER DAZU SAGEN

”Meine 4 ½ Jahre alten Zwillinge lieben es seit neuestem, etwas zu “mischen“. Ich gebe ihnen eine Schüssel und frage sie, was sie mischen möchten. Einer meiner Söhne mischte Orangensaft, Wasser, Seife und Backpulver und hatte daran eine halbe Stunde lang Spaß. Dann gab ich ihm etwas Olivenöl, damit er sehen konnte, wie sich durch das Öl “Blasen“ bildeten. Wir stellten auch “Lavalampen“ her… wir gaben Öl und Wasser in eine Plastik-Wasserflasche, fügten etwas Lebensmittelfarbe und Alka-Seltzer hinzu. Daran hatten sie über eine Stunde lang viel Spaß. Wir legten ein Experimente-Buch an, mit dem ich ihnen nun Fragen zu ihren Mischungen stelle und darüber, was sie tun, und wir schreiben alles auf.“
—Christine

”Als meine Tochter 4 und 5 war, spielte ich mit ihr oft Spiele, bei denen man sich erinnern muss. Ich legte die Karten verkehrt herum hin und drehte zwei gleichzeitig um, um sie ein Paar finden zu lassen. Sie hatte jede Menge Spaß und heute ist ihr Gedächtnis so scharf wie eine Rasierklinge.“
—Susan

”Meine Drei- und Vierjährigen spielen gerne mit Magnetbuchstaben und –zahlen. Ich lege sie vor unseren Kühlschrank und sie bilden daraus Wörter, während ich das Essen zubereite.“
—Kristen



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SPIELTIPPS

Vorlesen:

Nun kann Ihr Kind eine längere Zeit einer Geschichte lauschen. Verstärken Sie diese Erfahrung, indem Sie beim Vorlesen ab und zu stoppen und Ihrem Kind Fragen zu der Geschichte stellen, wie z.B. “Was meinst du, passiert als Nächstes?“ oder “Wäre es nicht lustig, wenn… ?“ Lassen Sie Ihr Kind auch selbst Fragen stellen. In diesem Alter sind Unterbrechungen nicht unhöflich. Sie zeigen, dass Ihr Kind wirklich neugierig ist und Ihre Antworten können bewirken, dass Sie beide ein erstaunliches Gespräch führen werden.

  • Ihr Kind kann jetzt selbst zum Geschichtenerzähler werden. Seien Sie nacheinander dran und denken Sie sich gemeinsam eine Geschichte aus.
  • Indem Ihr Kind mit Buchstaben und Wörtern konfrontiert wird, kann es etwas über das Alphabet erfahren. Versuchen Sie nicht, es zum Lernen neuer Wörter zu zwingen, denn dies würde wie eine lästige Pflicht erscheinen. Bis das geschehen muss (Vokabellernen in der Schule), wird noch genügend Zeit vergehen.
  • Seien Sie nacheinander an der Reihe und versuchen Sie, einen Satz, der in einer bekannten Geschichte immer wieder vorkommt, entsprechend einzusetzen.

Wie spät ist es?

Ein Kindergartenkind lernt etwas über die Zeit, indem es zunächst den Unterschied zwischen “morgens”, “mittags”, “abends” und “nachts” erkennt. Je öfter Ihr Kind diese Wörter hört und benutzt, desto einfacher und schneller wird es diese Begriffe verstehen können.

  • Schalten Sie die Eieruhr ein, wenn Sie gemeinsam Plätzchen backen, damit Ihr Kind ein Gefühl für den Zeitraum bekommt.
  • Erstellen Sie eine Tabelle zum Alltag Ihres Kindes (Kindergarten, Mittagsschlaf, Besuch bei Oma und Opa usw.), damit Ihr Kind “sehen“ kann, wie sein Tag voranschreitet.
  • Legen Sie ein Sammelalbum für das Jahr an. Indem Sie gemeinsam etwas hineinschreiben oder einkleben, können Sie über zeitliche Ereignisse (wie Geburtstage, Feiertage und Urlaube) sprechen.
  • Lassen Sie beim Abendbrot oder beim Zubettgehen den Tag noch einmal gemeinsam Revue passieren. Indem Sie über die Vorkommnisse in der entsprechend zeitlichen Reihenfolge sprechen, kann Ihr Kind leichter nachvollziehen, was zuerst und was danach kam.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind einen Wecker mit einem Ziffernblatt und beobachten Sie gemeinsam, wie sich die Zeiger bewegen. Sie können auch selbst eine Uhr basteln und ihm zeigen, wie während eines Tages die Zeit vergeht (Frühstück, Mittagsschlaf, Abendbrot usw.).
  • Zählen Sie die “Nächte”, bis ein bestimmtes Ereignis eintritt, indem Sie z.B. sagen: “Du musst noch achtmal schlafen, dann hast du Geburtstag“. Durch derlei Hinweise lernt Ihr Kind, dass nicht alles in der Gegenwart geschieht.

Basteln Sie eine Collage:

Schnappen Sie sich einen Stapel Zeitungen, eine Kinderschere und einen Klebestift. Wählen Sie ein Thema (z.B. Tiere, Pflanzen, Nahrungsmittel) und lassen Sie Ihr Kind die entsprechenden Bilder dazu ausschneiden und sein eigenes Kunstwerk erstellen. Vergessen Sie nicht: Unordnung gehört zum Lernprozess! Indem es den Kleber aufstreicht und die Zeitungsschnipsel zu einem Bild zusammenfügt, kann es seine neu erworbenen Fähigkeiten in der Feinmotorik weiter verbessern.

  • Collagen können auch aus anderen Materialien erstellt werden. Verwenden Sie z.B. Filzreste und Bindfäden oder Aufkleber und Glitter.
  • Sie können auch Zubehör in einer bestimmten Farbe, Form oder Größe wählen.
  • Bieten Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seine Gefühle auszudrücken, indem es ein “Stimmungsbild” bastelt. Lassen Sie es selbst Bilder mit Gesichtern aussuchen, die einen bestimmten Gesichtsausdruck haben, und seine eigene Stimmung widerspiegeln.
  • Sie können auch eine Hänge-Collage oder ein Mobile erstellen, indem Sie die Formen oder Bilder mit Fäden versehen und von der Decke oder einem Kleiderbügel baumeln lassen.

Hüpfen und springen:

Dies ist eine tolle Zeit, um Ihrem Kind, das zunehmend koordinierter ist, dabei zu helfen, noch sicherer auf den Füßen zu sein. Natürlich sind seine motorischen Fähigkeiten schon weiter fortgeschritten als seine Fähigkeit, eine Gefahr zu erkennen. Also halten Sie immer die Augen offen – egal, wo Sie hingehen.

  • Veranstalten Sie einen “Kinder-Triathlon”, bei dem Ihr Kind mit seinen Freunden oder Freundinnen sportliche Aktivitäten wie “auf einem Bein hüpfen“, “Bälle kicken“ und “Springen“ ausprobieren können.
  • Gestalten Sie in Ihrem Garten (oder auf dem Spielplatz) einen Parcours mit Dingen, um die Ihr Kind laufen oder hüpfen kann und Geräten, an denen es schwingen oder klettern kann.
  • Spielen Sie Spiele mit einfacher Spielanleitung, wie z.B. Fangen oder “Einfrieren”.
  • Lassen Sie Ihr Kind den Einkaufswagen schieben und bitten Sie es, (bruchsichere!) Gegenstände in den Wagen zu legen.

Spielen Sie Theater:

Mit zunehmendem Alter beziehen sich die selbst ausgedachten Spiele nicht mehr auf das wirkliche Leben, sondern immer mehr auf Fantasiesituationen. So kann eine Decke zu einem Superhelden-Umhang oder aber zu einer Höhle werden. Kindergartenkinder sind tolle Geschichtenerzähler. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, Ihnen eine Geschichte vorzuspielen!

  • Eine Truhe mit alten Hüten, Brillen, Stofffetzen und Schuhen wird die Fantasie Ihres Kindes anregen.
  • Sogar der Spaziergang im Park kann zu tollen Fantasiespielen motivieren. Ihr Kind kann in die Rolle eines Abenteurers und Entdeckers schlüpfen, der nach seltenen Pflanzen oder Tieren Ausschau hält.

Immer in Bewegung:

Kinder sind von Natur aus zwar richtige Energiebündel, doch manchmal müssen sie doch dazu ermuntert werden, nach draußen zu gehen und sich zu bewegen. In diesem Alter sollte der Schwerpunkt auf dem Spielen und Entdecken liegen und nicht auf der Entwicklung bestimmter Fähigkeiten oder dem Wettbewerb. Machen Sie mit! Egal, bei welchem Wetter und bei welcher Aktivität – so fördern Sie nicht nur die Fitness, sondern auch das familiäre Miteinander.

  • Legen Sie einfache Sportutensilien (wie z.B. Bälle oder Springseile) offen hin, so dass Ihr Kind sie jederzeit sehen kann. Je einfacher es Zugriff darauf hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sie auch verwendet.
  • Veranstalten Sie eine Schieb-Tret-Lauf-Parade! Lassen Sie die Kinder selbst die Route wählen und ihre Dreiräder, Spielzeugautos und Karren selbst dekorieren. Motivieren Sie sie dazu, ein paar Runden zu drehen.
  • Wenn möglich, melden Sie Ihr Kind beim Kinderturnen oder bei einer anderen sportlichen Aktivität an, bei der Sie vielleicht sogar mitmachen können! Nehmen Sie gemeinsam neue körperliche Herausforderungen an und haben Sie miteinander jede Menge Spaß!
  • Halten Sie Regenmantel und Gummistiefel bereit. Kinder müssen sich bewegen und überschüssige Energie ablassen – egal, bei welchem Wetter. Indem sie durch Pfützen springen dürfen oder ein Herbstblatt auf den nassen Boden werfen und zusehen, wie es den Rinnstein hinunterschwimmt – es gibt jede Menge tolle Möglichkeiten, auch einen Regentag gemeinsam zu genießen.
  • • Kinder benötigen kein teures Equipment. Wenn es in Ihrer Nachbarschaft einen kleinen Hügel gibt, kann Ihr Kind jede Menge Spaß daran haben, den Hügel hinunterzurollen. Rollen gehört außerdem zu einer der besten Bewegungsarten, um das Gleichgewicht zu trainieren.

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